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Formel-E Berlin: Pole am Sonntag für Wehrlein und Porsche

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Berlin (DEU), 13.07.2025, 13:35 Uhr
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Porsche #1 Wehrlein
Porsche #1 Wehrlein  Bild: Markus Faber

Berlin (DEU) [ENA] Pascal Wehrlein im Tag Heuer Porsche behält seine Chancen auf die Weltmeisterschaft in der ABB FIA Formula E, indem er im regnerischen Berlin die erste Pole-Position für Porsche einfährt. Heute im Finale war Dan Ticktum bei wechselhaften Wetterbedingungen sein härtester Konkurrent.

TAG Heuer Porsche sicherte sich nach einer beeindruckenden Rundenserie von Pascal Wehrlein im Qualifying in Berlin erstmals die Julius Bär Pole Position für seinen Heim-E-Prix am heutigen Sonntag. Er trat gegen Dan Ticktum an, der im CUPRA Kiro ebenfalls Porsche-Power unter der Haube hatte, doch der Brite konnte dem amtierenden Weltmeister die Pole nicht verwehren. Wehrlein erhält für die Pole drei zusätzliche Punkte und bleibt damit im Meisterschaftskampf, da sein größter Rivale Oliver Rowland (Nissan) vom achten Startplatz startet, nachdem er gestern wegen einer Kollision um fünf Plätze zurückversetzt wurde.

Halbfinale

Ticktum hatte während seines Halbfinallaufs eine Mission: Er segelte mühelos ins Finale und sicherte sich im Duell gegen Oliver Rowland einen Startplatz in der ersten Reihe. Für Ticktum ist es bereits sein dritter Halbfinalauftritt in dieser Saison. Seinen besten Start in Berlin erzielte er in der Saison 9 von Platz vier. Als Nächstes lieferten sich die beiden Porsche-Teamkollegen ein Duell. Wehrlein besiegte da Costa im Finale des Duells in Mexiko-Stadt und erneut im Viertelfinale in Tokio. Dieses Muster setzte sich fort: da Costa machte einen Fehler und übertrieb es während seiner Runde, sodass Wehrlein mit über sechs Zehntelsekunden Vorsprung gewann.

Viertelfinale

Dan Ticktum raste auf seiner Runde davon und fuhr eine Zeit, die sechs Zehntel schneller war als die des NEOM McLaren von Taylor Barnard. Es war das erste Viertelfinalduell, das Barnard in dieser Saison verlor, doch Ticktum mit Porsche-Motor hatte die Nase vorn. Als Nächstes ging es um Rowland gegen Vandoorne, die beiden trafen gestern im Rennen aufeinander. Tabellenführer Rowland war der Schnellste von beiden und sicherte sich damit den Einzug ins Halbfinale gegen seinen Landsmann Ticktum. Da Costa trat als Nächstes gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Robin Frijns an, der erneut mit Porsche-Power die Nase vorn hatte. Doch mit nur 0,088 Sekunden Unterschied ging es knapp zu.

Unglücklicherweise für Frijns sollte es nicht zu zwei aufeinanderfolgenden Stars in der ersten Reihe kommen. Als Letzte traten Pascal Wehrlein und Nico Müller an. Wehrlein fuhr eine beeindruckende Runde und war sechs Zehntel schneller als der Andretti-Pilot. Müller war einer von nur zwei Vollzeitfahrern, die in dieser Saison noch nicht an den Duell-Etappen teilgenommen hatten. Nur Zane Maloney konnte diesen Meilenstein noch erreichen.

Gruppenphase

Das erste Qualifying endete dramatisch. Jake Hughes sorgte in den letzten Momenten nach einem Unfall in Kurve 1 für die rote Flagge. Der Unfall war für den Maserati MSG Racing-Fahrer ein schwerer Unfall und besonders enttäuschend, da er vor dem Abbruch auf Platz zwei lag. Seine Rundenzeit wurde anschließend wegen der roten Flagge gestrichen, was ihn auf Platz sechs zurückwarf. Sein Teamkollege Stoffel Vandoorne war Schnellster im Ziel, Taylor Barnard wurde Zweiter. Auch Dan Ticktum meisterte die feuchten Bedingungen gut und sicherte sich den dritten Platz. Oliver Rowland hatte Glück, dass Hughes seine Rundenzeit gestrichen wurde und rückte nach seinem fünften Platz in die Duelle vor.

Lucas di Grassi verließ die Garage nach einem schweren Unfall an derselben Stelle wie Hughes früher am Tag gar nicht mehr. Die Werkstatt von Lola Yamaha ABT wartet nun auf ihn und muss ihn für das Rennen am späteren Tag wieder fit machen. Als die Strecke abtrocknete, zeigte sich zum ersten Mal an diesem Wochenende sogar die Sonne. Pascal Wehrlein und Antonio Felix da Costa sicherten sich für Porsche den Einzug in die Duelle und beendeten die Gruppe auf den Plätzen eins und zwei. Robin Frijns, der gestern aus der ersten Reihe startete, schaffte es als Dritter in die Duelle, Nico Müller belegte den letzten Platz und wurde Vierter.

Mitch Evans, der gestern in Tempelhof gewann, verpasste die nächste Qualifikationsrunde um nur 0,030 Sekunden. Sein Teamkollege Nick Cassidy wurde Elfter und damit Letzter und startet daher erneut vom Ende der Startaufstellung. Felipe Drugovich wirkte im Training schnell, beendete die Session jedoch auf Platz zehn. Das Rennen startet am Sonntag um 16 Uhr MESZ.

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